Vorsicht vor unseriösen Züchtern und HundehändlernGerade heute, im Zeitalter des Internets, der Homepages und der Anzeigen im www ein wichtiges Thema. Der Vorteil am Internet, Homepages und Anzeigen in Fachzeitschriften, ist die Möglichkeit sich über die ausgewählte Wunschrasse ausführlich informieren zu können. Viele virtuellen Hundelexika, Informationsseiten der Rassehundezuchtverbände und nicht zuletzt Züchterhomepages informieren hier sehr ausführlich. Die ganze Sache ist wie fast alles im täglichen Leben aber auch nicht ganz ohne Haken. Der Haken bei dieser Art sich zu informieren ist schlicht weg der, dass Papier und Internetseiten recht geduldig sind und jeder schreiben kann was immer er möchte. So ist es hier für den Laien oft schwer erkennbar, ob die Informationsquelle die er gerade besucht auch wirklich kompetent ist und ob hier der Wahrheitsgehalt sicher gestellt ist. Bei einem persönlichen Züchterbesuch (wenn die Wunschrasse schon feststeht) oder auch bei einem Besuch einer Ausstellung (für den Fall, dass man sich noch nicht sicher für eine Rasse entschieden hat), kann man mit eigenen Augen sehen und sich überzeugen, ob man mit seiner Wahl auf dem richtigen Wege ist. Das ist ansonsten oftmals nicht so realistisch möglich. Wie oft habe ich z.B. was unsere Rasse angeht schon Rassebeschreibungen gelesen, die einen die Haare zu Berge stehen lassen und schlichtweg falsch und absolut unzutreffend sind. Ich habe z.B. im Internet schon Rassebeschreibungen über unseren Neufundländer gelesen, die angefangen vom Ursprung der Rasse über einen komplett falschen Standard, bis hin zu einer völlig aus der Luft gegriffenen Eignung der Rasse - falscher nicht sein könnten. Liest nun ein unbedarfter Welpeninteressent solche Berichte, so kann es passieren, dass sich so unter Umständen für die falsche Rasse entschieden wird. Genauso verhält es sich dann auch bei der Auswahl des Züchters via Medien. Auch hier werden oft Versprechungen gemacht, die in der Realität nicht gehalten werden. Wie kann man sich aber als Laie vor so etwas schützen, das ist denke ich die wichtigste Frage. Hierzu nun einige Tipps: Interessieren Sie Sich für eine Rasse, weil Ihnen das Erscheinungsbild gerade dieser Rasse so gut gefällt, dann seien Sie bestrebt zunächst einmal möglichst seriöse, ausführliche Informationen über die Eigenschaften der Wunschrasse zu erhalten. Hierzu dienen persönliche Züchtergespräche. Und nicht nur bei einem Züchter sondern mehrere sollte man Kontaktieren. Das ist eigentlich vergleichsweise einfach. Schreiben Sie den zuständigen Rassehundezuchtverband des VDH an und bitten Sie diesen um die Zusendung von Informationsmaterial. Besuchen Sie auch die Homepages der VDH Zuchtverbände. Auch hier erhält man oft schon wichtige Informationen über seine ausgewählte Rasse. Haben Sie diese in jedem Fall korrekte Anfangsinformation, so können Sie (jetzt ja schon gut vorgebildet) auf die Reise durch diverse Hundezeitschriften und Homepages gehen. Dort wird es dann bunt und munter. Oft stellen hier verantwortungsvolle Züchter ihre Zucht vor und berichten seriös und ausführlich über "IHRE" Rasse. Leider aber kommt es auch allzu oft vor, dass unseriöse Hundehändler, Massenzüchter und weniger vertrauenswürdige Züchter (leider auch gelegentlich unter dem Deckmantel des VDH ), versuchen ihre WARE Hund an den Mann oder die Frau zu bringen. Dieses gilt leider mittlerweile auch für unsere Neufundländer. Ich rate zur Vorsicht und genauerer, kritischer Kontrolle, wenn z.B. ein Züchter viele Hunderassen auf einmal anbietet, jederzeit Welpen anzubieten hat und offensichtlich viele Zuchthündinnen und -rüden (egal ob von mehreren oder von einer Rasse ) hat. Hier liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen Händler oder schlichtweg Vermehrer einer oder mehrerer Rassen handelt. Auch, wenn jemand, der Hunde zum Kauf anbietet mit Garantien oder gar Umtauschmöglichkeiten wirbt oder eventuell gar eine Lieferung frei Haus anbietet, rate ich sehr zur Vorsicht. In jedem Fall ist IMMER ein persönlicher Besuch angesagt. Papier ist wie gesagt geduldig und man kann hier sogar die Wahrheit einfach nur etwas kürzen und anders darstellen und trotzdem klingt eine Anzeige immer noch toll. Wird z.B. mit Tausenden von Quadratmetern Land geworben, auf dem die Tiere leben, so heißt das noch lange nicht, dass die Tiere sich dort frei bewegen können. Auch auf einen Riesengelände kann z.B. Zwinger an Zwinger stehen und die Haltung alles andere als optimal sein. Wird z.B. mit einer Hausaufzucht geworben könnte das unter Umständen auch heißen, dass die Welpen zwar im Haus, eventuell dort aber irgendwo im Keller, Heizungsraum oder gar auf dem Dachboden eingesperrt ihre Welpenzeit verbringen müssen. Sie sehen also, ein persönlicher Besuch ist in jedem Fall das A und O. Hier dazu noch mehr: Worauf muss ich beim Kauf eines Hundes achten und wo kaufe ich am besten ? Meine Empfehlung an die Interessenten geht dann meistens dahin, dass ich ihnen rate, sich auf jeden Fall vor dem Kauf eines Hundes gründlich zu informieren. Ich empfehle dann in der Regel erst einmal mit verschiedenen Züchtern zu sprechen. Schon ein Gespräch am Telefon sagt einiges aus. Man kann schon beim ersten Informationsgespräch wichtige Dinge über die Haltung des Muttertieres und die Aufzucht und Haltung der Welpen erfahren. Sagt einem das am Telefon Gehörte zu und hat man einen guten Eindruck, so sollte man sich nicht scheuen auch weitere Wege auf sich zu nehmen und die in Frage kommenden Züchter selbst einmal besuchen. Persönlich kann man sich eben doch das beste Bild machen und es ist für die spätere Entscheidung sehr wichtig ein gutes Gefühl bei der Wahl seines Züchters zu haben. Jeder Züchter, der auf sich und seine Zucht stolz ist, wird sich freuen interessierten Besuchern seine Tiere und die Auzuchtsmöglichkeiten präsentieren zu können. Bei einem persönlichen Informationsgespräch kann man sich außerdem selbst von der Haltung der Tiere und vom Umgang des Züchters mit seinen Hunden überzeugen. Man kann bei solchen Gelegenheiten schon sehr gut feststellen ob einem das gesehene zusagt oder nicht. Man hat die Gelegenheit bei solche einem Besuch auch die Mutter des vielleicht zukünftigen Familienzuwachses kennen zu lernen. Man kann sich über ihr Wesen und ihre Gesundheit informieren. Das Wesen der Elterntiere ist auf jeden Fall zu berücksichtigen plant man sich einen zuverlässigen, wesensfesten Begleiter zuzulegen. Es ist in den wenigsten Fällen der Fall, dass der Vater der Welpen auch beim Züchter anzutreffen ist. In der Regel informiert der Züchter aber ausführlich über die Eigenschaften des in Frage kommenden Rüden. Die Aufzucht der Welpen und der Umgang mit ihnen ist natürlich ein weiterer Hauptfaktor. Jeder Züchter, der auf sich hält hat eine gepflegte Kinderstube vorzuweisen. Hat der Züchter gerade einen Wurf, sollten die Welpen (und
auch die Mutterhündin) stets zutraulich und freundlich auf Besucher
reagieren. Sie sollten auf keinen Fall einen ängstlichen und scheuen
Eindruck machen. An dem Verhalten der Welpen lässt sich schon recht gut
erkennen ob sie Zuwendung und Prägung in dem Maße erhalten, das notwendig
ist. Einem guten Züchter liegt auch an der weiteren Zukunft
seiner Welpen. Er wird darum auch seinerseits Fragen stellen um zu erfahren,
wie man zu dem zukünftigen Familienzuwachs steht. Solchem " Ausfragen "
gegenüber sollte man als seriöser Welpeninteressent aufgeschlossen und
bereitwillig gegenüber stehen. Der Züchter fragt ja nur um "seinen " Babys
ein möglichst schönes Hundeleben zu ermöglichen. So wird der Züchter in der
Regel auch einiges an Informationsmaterial und Tipps, sowie einen Plan für
die weitere Gesundheitsvorsorge mitgeben. Letztendlich ist es aber immer so, das der Welpeninteressent selber
entscheidet ob und wo er seinen Welpen kauft.
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