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Reisekrankheit:
Einige Hunde leiden an der so
genannten Kinetose, der Reisekrankheit oder Reiseübelkeit, die vermutlich
durch die mehr oder weniger rhythmischen vertikalen Bewegungen beim
Autofahren ausgelöst wird. Im Innenohr befindet sich eine Flüssigkeit, die
Endolymphe, die in Schwingung versetzt wird und den Gleichgewichtssinn
irritiert, so dass es zur Übelkeit beim Hund kommen kann.
Diese Übelkeit und die Gleichgewichtsirritation kann man aber in
den Griff bekommen.
Es ist sehr ratsam, schon mit dem Welpen das
Autofahren langsam zu trainieren. Sinn und Zweck der Übung sollte sein,
dem Hund den positiven Aspekt des Autofahrens zu vermitteln. Im
stehenden Auto wird er daran gewöhnt, im Auto zu bleiben, möglichst ohne
etwas zu sehen und vor allem ohne irgendwelche Mitleidsbekundungen, wenn
er sich gegen das Autofahren wehrt. Für den Anfang nur kurze, aber
regelmäßige Aufenthalte im Auto (kurz Radiohören im stehenden Auto, Warten
bei der Autowäsche zu Hause im Auto).
Winseln, Bellen oder ähnliches wird ignoriert, wir weisen dem Hund einen Platz zu und
bleiben vor allem konsequent. Viel Lob, wenn er ruhig bleibt, Ignoranz bei
Fehlverhalten.
Der nächste Schritt ist das Fahren - erst kurze Fahrten, sehr langsam,
dann eingebaute Kurven (nach Tagen und viel Lob für das Durchhalten des
Hundes). Strecke und Tempo steigern sich kontinuierlich und der Hund lernt
durch das Loben, wenn er ruhig bleibt, wie positiv Autofahren sein kann.
Die Anfangs kurzen Fahrten sollten immer mit einem anschließendem Spiel
enden, damit der Hund was Positives damit verbindet.
Z.B. fährt man mit dem Hund eine kurze Strecke zu einer Wiese oder in den
Wald. Wenn er ruhig war, wird er gelobt und es wird spazieren gegangen und
gespielt. Nach und nach kann man die Länge der Autofahrt ausdehnen. Aber
mit Geduld!
Generell sollte mindestens 3 Stunden vor dem Autofahren nichts mehr
gefüttert werden, Bremsmanöver sollten vermieden werden und jeder Schritt
muss so oft wiederholt werden, bis der Hund ihn völlig ruhig und
übelkeitsfrei akzeptiert.
Pflanzliche Präparate zur Beruhigung oder Medikamente zur Entspannung
unterstützen erfahrungsgemäß das Training. Hierzu sollten Sie allerdings
Ihren Tierarzt konsultieren.

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