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Warum das (Vor-) Röntgen
auf HD für jeden Besitzer wichtig ist!!!
Für JEDEN Halter ist es sinnvoll und wichtig zu wissen, wie
er seinen Hund sein Leben lang belasten darf,
damit dies
möglichst beschwerdefrei bis ins hohe Alter ist/bleibt.
Hundehalter, die Sport mit ihrem Hund betreiben möchten sind sich meist
ohnehin bewusst, wie wichtig genaue Kenntnisse über die Belastbarkeit der
Hüfte ihres Hundes sind.
Doch der Hundehalter, der seinen Hund "nur" als Partner und Familienmitglied
hält, sollte genauso sicher sein, dass es seinem Tier gut geht. Das Röntgen
gibt Auskunft über die genaue Hüftsituation.
Der spezialisierte Tierarzt wird einem nach dem Röntgen genau sagen können,
ob man seinen Hund voll belasten darf oder ob man ihn in gewisser Weise
schonen muss, anders belasten muss, damit er problemlos alt werden kann.
Wenn eine HD-Diagnose festgestellt wird, kann der Tierarzt Tipps geben, wie
man seinen Hund evt. beschwerdefrei halten kann.
Bei einer Vorröntgung kann man oft Anfangsschädigungen feststellen, die man
nach Anweisung des Tierarztes behandelt, so dass es nicht mehr zu einer ED
oder HD kommen muss. Wird solch ein Hund nicht vorgeröntgt, ist die
Anfangsschädigung nicht bekannt und eine ED oder HD wird sich ausbilden.
Dass dieses Wissen also für die Halter eine wichtige Information für die
gemeinsame Zukunftsplanung mit seinem Hund ist, das liegt auf der Hand.
Nicht allein dem Züchter zum Gefallen sollte man seinen Hund untersuchen
lassen. Wir sind es auch den Tieren, die uns ihr Leben lang so viel geben
schuldig, schon alleine zur Optimierung ihrer Lebensqualität.
Die HD ist nun einmal für viele Rassen, unter anderem eben auch für unseren
Neufundländer ein nicht von der Hand zu weisendes Problem und wird es in
absehbarer Zeit auch noch bleiben. Jeder Züchter und auch der neue Besitzer
muss bemüht sein, ihr zu Leibe zu rücken.
Als Züchter liegt die Verantwortung darin, möglichst
sinnvoll und gut durchdacht zu verpaaren.
Das geht aber nur, wenn möglichst viel über die genetischen Hintergründe der
einzelnen Zuchtlinien in Erfahrung zu bringen ist.
Unter anderem geht es hier um das Ergründen solcher Fragen wie: Welche
Verpaarungen mit welchen Linien passen zueinander und was vererbt sich
überhaupt linienspezifisch?
Die hier gewonnenen Erkenntnisse gilt es dann als Züchter sorgfältig zu
analysieren und anzuwenden.
Dazu ist
der Züchter darauf angewiesen, dass möglichst alle Hunde seines Wurfes
untersucht sind. Einzelne untersuchte Hunden zeigen zwar ein
kleines Bild, sie geben aber zu wenig Auskunft.
Die Genetik ist ein sehr, sehr umfangreiches und vor allem,
noch lange nicht voll erforschtes Gebiet.
Da die Vererbungswege genetisch noch immer nicht lückenlos aufgeschlossen
und ergründet sind, haben auch die Züchter, bei noch so gutem Willen und
noch so fundiertem Linienwissen, immer noch nur begrenzte Möglichkeiten zur
erfolgreichen HD Bekämpfung.
Wollen die Züchter die HD langfristig erfolgreich bekämpfen,
sind wir auf möglichst viele Daten von möglichst vielen Verpaarungen und
Zuchtlinien angewiesen!
Je mehr Daten wir nun erhalten, desto effektiver können wir
diese verarbeiten und die HD bekämpfen.
Die Verantwortung kann jedoch nicht nur beim Züchter alleine
liegen, sondern der Besitzer kann und sollte hier seinen kleinen Teil dazu
tun!
JEDER HALTER SOLLTE SEINEN HUND UNBEDINGT RÖNTGEN LASSEN !!!
So hat JEDER die Möglichkeit dazu beizutragen, dass
möglichst viele Daten gesammelt und zur Verwertung zur Verfügung gestellt
werden können.
Warum nun ist gerade das Auswerten so wichtig
bzw. zum Röntgenfacharzt zu gehen?
Es ist bei Tierärzten nicht anders als bei Medizinern im
humanmedizinischen Bereich. Für menschliche "Wehwehchen" gibt es Fachärzte
für jeden Bereich. Unser Hausarzt wird ggf. zu dem richtigen, kompetenten
Facharzt überweisen.
Bei Tierärzten sieht es ähnlich aus.
Es darf zwar jeder Tierarzt, der das Geld für ein Gerät hat,
Röntgenbilder erstellen.
Ob er aber die FACHKOMPETENZ hat diese auch ganz korrekt nach allen
Kriterien auszuwerten, ist eine ganz andere Sache.
Im humanmedizinischen Bereich ist es für uns
selbstverständlich, für spezielle Probleme und Erkrankungen, spezielle
Fachärzte aufzusuchen. Warum sollte das im veterinärmedizinischen Bereich
anders sein?
Warum sollte man hier dem Haustierarzt genauso viel Kompetenz zutrauen wie
einem Spezialisten?
Dafür gibt es eigentlich keinen plausiblen Grund, oder ?
Sie glauben gar nicht wie oft es vorkommt, dass
Haustierärzte die Beurteilung einer Hüftsituation vornehmen und diese
Beurteilung anders aussieht, als die Beurteilung derselben Bilder vom
kompetenten Fachmann!!!
Es ist gar keine Seltenheit, das von Haustierärzten mit HD
frei beurteilte Tiere, später, ausgewertet, mit ganz anderen Ergebnissen,
bis hin zum Urteil - schwere HD - wieder kamen.
Aus diesem Grund schreibt der DNK zur Zuchtzulassung eines
Hundes eben gerade die Auswertung bei einer zentralen Auswertungsstelle vor.
Nur so kann man sicher gehen, dass die Beurteilung der Hüftsituation
wirklich korrekt ist und alle Hunde unter den gleichen Bedingungen und mit
der gleichen Kompetenz ausgewertet werden.
Um keine böse Überraschung hinterher zu
erhalten, ist es eben anzuraten, die Aufnahmen von einem Röntgenfacharzt
vornehmen zu lassen.
So, ich denke warum es wichtig
ist zu röntgen und WO man auswerten lässt, ist nun hinreichen erklärt.
Bezüglich der HD- Röntgenordnung
gibt es gravierende Unterschiede:
Bei einem, dem VDH nicht unterstellten Verein gibt es häufig nicht mal eine
Röntgenpflicht. Hat ein Verein das Röntgen zur Auflage gemacht, gibt es in
der Regel aber keine zentrale Auswertungsstelle.
Jeder Haustierarzt kann die Beurteilung der Röntgenaufnahme vornehmen.
Hiermit sind viele ganz einfach überfordert. Wen wundert es hier noch, dass
Hunde aus diesen Zuchten einen geringeren Prozentsatz an HD- betroffenen
Tieren lt. Auswertungsurteil aufweisen ?
Das Gleiche gilt auch für einige Länder, aus denen Hunde importiert werden
können. Die Diagnosestellung ist hier noch nicht ausgereift, was bedeutet,
viele Hunde haben einen wesentlich besseren HD-Status in ihren Papieren
stehen, als dieses tatsächlich der Fall ist.
Nun, zum Schluss bitte ich noch darum, mich nicht falsch zu verstehen:
Da die Wege der Genetik sehr verschlungen sind, ist auch ein Hund aus einer
so genannten VDH-Zucht kein Garant für HD- Freiheit.
Das Ganze ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Es ist nun mal erwiesen,
dass die Selektion der Zuchttiere aus gesunde Hüften eine höhere
Wahrscheinlichkeit bringt, dass gesunde Nachzucht geboren wird.
Die Aufzucht und Haltung eines Welpen/Junghundes
ist mit von entscheidender Bedeutung!
Da ja nun wohl jeder, der sich einen Hund als Partner und
Familienmitglied zulegt, diesen möglichst bis ins hohe Alter gesund und fit
erleben möchte, liegt es im eigenen Interesse jedes Käufers, einen Hund aus
einer Zucht zu erwerben, die sich den strengen Zuchtvorschriften des VDH
unterwirft.
Schemazeichnung der Hüfte
A: Darmbein; B: Schambein; C: Sitzbein; D:
Oberschenkelknochen; E: Foramen obturatum
a: kraniolateraler Pfannenrand; b: vordere Pfannenkontur; c: Pfannendach; d:
Oberschenkelhals; e: großer Umdreher

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