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Schritt für Schritt zum lieben
Hund:
Beißhemmung entwickeln
Die Entwicklung der natürlichen Beißhemmung ist
ein Lernprozess, der in den ersten Lebenswochen- und Monaten von Hundewelpen
stattfindet. Ein Welpe muss erst die Grenze des spielerischen Kämpfens
lernen. Ein Welpe verhält sich in der Menschenfamilie nicht anders als unter
Gleichgesinnten. Er knabbert genüsslich an unseren Fingern. Dies kann auch
mal etwas fester sein. Wenn er aber zu fest zupackt, sollte man laut "qicken"
oder "Nein" sagen. Dann sofort das Spiel beenden. So würde es auch ein Welpe
tun, der von einem anderen Welpen zu feste gezwickt wurde. Ignorieren Sie
den Hund für einige Zeit und fordern Sie ihn von sich aus zu einem neuen
Spiel auf. Jedes mal wenn er erneut zu feste zwickt, wenden Sie ihr gerade
gelerntes an.
Ein Hund der nie gelernt hat eine Beißhemmung zu entwickeln, der schlecht
sozialisiert ist, kann hinsichtlich seiner "Aggressivität" unberechenbar
sein. Gegen Hunde oder aber auch gegen Menschen.
Welpenschutz - gibt's ihn oder nicht?
Welpenschutz ist ein vor allem von Hundehaltern
benutzter Begriff, der darauf verweist, dass gut sozialisierte
Welpen von älteren Artgenossen kaum
aggressiv angegangen und noch seltener verletzt werden. Diese Zurückhaltung
gegenüber Jungtieren schließt aber nicht aus, dass sie zum Beispiel im Falle
allzu lästiger Spielaufforderungen durch einen kräftigen Biss in die
Schranken gewiesen werden. Für erfahrene menschliche Beobachter stellt sich
diese Zurückhaltung häufig als eine Form besonderer Tolerenz oder als ein
Nicht-Ganz-Ernstnehmen dar.
Hundeexperten sind sich jedoch darin einig, dass der
Welpenschutz nur innerhalb des eigenen
Rudels existiert.
Fremde Hunde können sehr wohl auch für Welpen gefährlich werden, weil diese
vor den Angriffen ausgewachsener Artgenossen nicht rasch genug fliehen
können. Unter natürlichen Umständen kommen die wilden Vettern der Hunde -
die
Wölfe - kaum je in Kontakt mit fremden
Jungtieren, da jedes Wolfsrudel ein eigenes, großes Territorium besiedelt
und allenfalls an dessen Rändern (und dann von der erwachsenen Tieren)
Streitigkeiten ausgetragen werden.
Fortsetzung folgt...

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