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Das Halti
Sein Aussehen erinnert an ein
Pferdegeschirr, eingesetzt wird es aber in der Hundeerziehung.
Das Halti

Es ist ein Kopfgeschirr, ähnlich
dem Pferdehalfter. Durch Zug an der Leine dreht sich der Hundekopf zur
Seite. Dies zwingt ihn ins Meideverhalten.
Durch die besondere Fertigung des Haltis hat man es leichter, stark ziehende
Hunde an der Leine zu führen. Sie können sich nämlich nicht wie bei einem
Halsband mit ganzer Kraft nach vorne lehnen, weil dabei ihr Kopf zur Seite
gezogen wird.
So kann kein kontinuierlicher Zug
aufgebaut werden. Außerdem wird dadurch, dass sich der Hundekopf dem
Menschen zuwendet, auch der optische Reiz unterbrochen, der womöglich erst
zum Ziehen geführt hat.
Bei wilden, sehr stürmischen, hyperaktiven und kräftigen Hunden die ständig
an der Leine zerren und in Situationen wo das Kräfteverhältnis "Mensch-Hund"
nicht stimmt, ist das Halti vorübergehend eine echte Alternative zu
althergebrachten Methoden, wie z.B. Stachelhalsbänder. Es ersetzt aber auf
keinen Fall die Erziehung!!!
Wie wirkt das Halti?:
Üblicher Weise werden die Hunde heute am
Hals angebunden. Da der Hals aber der am stärksten bemuskelte Körperteil des
Hundes ist, haben große Hunde selbst mit Halsbänder ohne Stopp, so genannte
Würgehalsbänder ziemlich starke Kräfte um uns durch die Gegend zu ziehen.
Anders sieht es aus, wenn wir dem Hund mit dem Halti am Kopf anbinden (aus
Sicherheitsgründen das Halti aber immer mit dem Halsband verhaken).
Alle Kopfhalftermodelle wirken mechanisch auf den Hundekopf. Nähert man sich
mit dem angeleinten Hund einer Reizquelle, so kann der Mensch den Kopf
seines Hundes ganz sanft zu sich heranziehen und den Blickkontakt
herstellen. Damit ist es möglich, die Konzentration des Hundes wieder auf
seinen Menschen zu lenken und aggressive und übertriebene Verhaltensweisen
zu unterbrechen. Mit Hilfe eines Kopfhalfters werden kräftemäßig auch
sehr ungleiche Partner wieder ins Gleichgewicht gebracht. Hunde, die durch
heftig aggressive Verhaltensweisen an der Leine sich, ihren Menschen und
Andere evtl. gefährden, können mit Hilfe eines Kopfhalfters sicher geführt
und trainiert werden.
Mechanische Einwirkung bedeutet, dass Kräfte auf den Hundekopf wirken.
Kräfte, die bei unsachgemäßer, unangepasster Dosierung auch Schaden
anrichten können. Deshalb ist es besonders wichtig auf die Richtigkeit der
Anwendung zu achten. Oberstes Gebot ist, dass keinesfalls an der Leine
geruckt oder sogar gezerrt wird. Mehr dazu siehe
weiter unten.
Weitere Vorteile des Haltis:
Richtig angewandt bereitet das Halti dem
Hund keine Schmerzen und schüchtert den Hund auch nicht ein.
Das Halti ist eine "freundliche Trainingshilfe" mit der man den Hund
schmerzlos kontrollieren kann. Natürlich muss dazu das Halti richtig
angewandt werden. (siehe auch weiter unten)
Mit Hilfe des Haltis können Trainingssituationen geschaffen werden, die ohne
dem Halti nicht denkbar wären. Körperliche Sicherheit für den Menschen und
mehr Entspannung für den Hund. Oberstes Ziel sollte es sein, das Training so
effektiv zu gestalten, dass Kopfhalfter nur zeitlich begrenzt verwendet
werden müssen. Kopfhalfter als Dauerhilfsmittel zur Führung des Hundes
sollte möglichst nicht in betracht gezogen werden.
Evtl. Nachteile des Haltis:
Das Halti sowie das Gentle Leader werden
leider sehr oft mit einem Maulkorb verwechselt. Oft wird man angesprochen,
warum denn der Hund einen Maulkorb trüge. Oder man wechselt ganz schnell die
Straßenseite, denn der Hund hat ja einen Maulkorb an und könnte gefährlich
sein. Es hat dennoch nichts mit einem Maulkorb zu tun.
Der Hund kann trotzdem hecheln, gähnen, trinken, bellen, etwas im Maul
tragen und auch beißen, wenn die Leine ganz ohne Zug gehalten wird. Das
Gentle Leader eignet sich nur bei Hunden mit kurzer Schnauze, wie z. B.
Boxer.
Kaufen und los geht´s?
Wer Haltis verwenden will, braucht
meines Erachtens eine Schulung von einem guten Hundetrainer, der vom Umgang
mit Haltis überzeugt ist. Von diesem sollte man alles beigebracht bekommen
was mit dem Umgang des Haltis wichtig ist.
Das Halti ist kein Zwangmittel, das als Hau-Ruck-Methode eingesetzt wird,
sondern ein Erziehungshilfsmittel, das auf moderner Verhaltensforschung und
moderner Hundeerziehung beruht und die Beziehung zwischen Mensch-Hund
vertieft.
Der richtige Umgang mit dem Halti:
- Sorgfältige Gewöhnung des Hundes an
das Tragen eines Kopfhalfters
- Der Hundeführer sollte über eine gute
Selbstkontrolle verfügen,
da er weder reißen, ziehen oder rucken darf
- Die Leine am Halti und Halsband
festmachen oder zwei Leinen benutzen
- Die Leine locker halten
- Niemals an der Leine stark
ziehen oder zerren und schon gar nicht reißen
- Niemals das Halti an Hunden lassen, die
unbeaufsichtigt sind
- Zum Kopfhalfter gehört unbedingt ein
Trainingsplan

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